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| Presse
Einen interessanten Hinweis auf einen Dyskalkulie-Bericht im MDR finden Sie hier:
MDR - Selbstbestimmt! Ein Leben im Zahlenchaos
Projekt zur Intensivförderung von lese-rechtschreibschwachen Grundschulkindern in Kleingruppen
Aus der Ausbildung zur "Dyslexietherapeuten" ist der Vorschlag einer „Intensivförderung lese-rechtschreibschwacher Kinder in einer Kleingruppe“ erwachsen.
Die Intensivförderung von lese-schreibschwachen Kindern ist ein Gemeinschaftsprojekt der Johann-Wilhelm-Klein-Akademie, der Universität Würzburg, des Förderkreises der Don-Bosco-Berufsschule und der Humboldt-Universität zu Berlin und der Stadt Würzburg.
Hier ein Presseartikel zu diesem Projekt unter Intensivmaßnahme
Dyskalkulie - Rechenschwäche
Zum Thema "Dyskalkulie" hat der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie BVL am 29.01.2008 eine Presseerklärung abgegeben, die Sie hier nachlesen können: Presseerklärung zur Dyskalkulie - BVL
Aus: Die BUNTE 51/07
„Ich fühlte mich dumm“
Die 30-jährige Kronprinzessin leidet an Dyslexie, einer von ihrem Vater König Carl Gustaf ererbten Leseschwäche. Bei offiziellen Auftritten lernt sie ihre Ansprachen auswendig.
Victoria von Schweden leidet an Dyslexie, einer Leseschwäche (Foto: dpa)Sie ist Vorbild für Millionen Frauen. Victoria von Schweden (30) ist nicht nur bildhübsch, sondern verzaubert auch mit ihrem Auftreten. Ihre Ansprachen bei offiziellen Auftritten sind herzlich, wortgewandt – und mit ganz viel Gefühl. Ganz egal, ob sie Schwedisch, Deutsch, Englisch oder Französisch spricht.
Kaum jemand käme dabei auf die Idee, dass die Kronprinzessin das, was sie sagt, kaum lesen kann. Besser noch: Sie muss es auswendig lernen. Die älteste Tochter von König Carl Gustaf leidet an Dyslexie, einer Lese-, Schreib- und Verstehschwäche. Geerbt hat sie das Leiden von ihrem Vater, wie auch Bruder Carl Philip (28). „Ich fühlte mich deshalb dumm, verkorkst und faul“, so Victoria. Heute hat die 30-Jährige gelernt, mit ihrer Schwäche umzugehen, setzt sich für Schulkinder ein, die unter denselben Symptomen leiden. Beim Besuch einer Spezialschule für Dyslexie-Kinder machte die Kronprinzessin letzte Woche ein mutiges Geständnis. Noch nie sprach sie so offen über ihr geheimes Leiden.
Erfahren Sie, wie Kronprinzessin Victoria mit ihrer Leseschwäche den Alltag meistert – in BUNTE 51/07!
siehe auch Victoria in der Bunten
Main-Post vom 2.2.2007
Immer noch wissenschaftlich tätig
WÜRZBURG (RDF) Prof. Dr. Andreas Möckel feiert seinen 80. Geburtstag in der Graf-zu-Bentheim-Schule
An diesem Freitag feiert der renommierte Sonder- und Heilpädagoge Prof. Dr. Andreas Möckel seinen einige Tage zurückliegenden 80. Geburtstag mit Verwandten, Freunden, Kolleginnen und Kollegen in der Graf-zu-Bentheim-Schule der Blindeninstitutsstiftung.
Die dort ansässige Johann Wilhelm Klein-Akademie (Fortbildungsakademie unter der Leitung von Dr. Wolfgang Drave) und das Don Bosco-Berufsbildungswerk (unter der Leitung von Dr. Harald Ebert) richten dort ein Fest zu Ehren des weit über die Würzburger Universität hinaus bekannten Hochschullehrers für Lernbehindertenpädagogik aus.
Die Feierlichkeiten beginnen am Nachmittag mit einem wissen-schaftlichen Kolloquium zu Fragen der Lese-Rechtschreibschwäche. Am Abend werden Schüler der Don-Bosco-Berufsschule ein festliches Essen zu Ehren der zahlreichen Gäste servieren, das von den Schülern selbst vorbereitet wurde. Viele seiner „Schüler“ – darunter zahlreiche Hochschullehrer – werden anwesend sein und den agilen und immer noch in zahlreichen Projekten und in der Lehrerfortbildung wissenschaftlich tätigen Pädagogen ehren.
Andreas Möckel, am 30. Januar 1927 in Großpold bei Hermannstadt in Siebenbürgen (Rumänien) geboren, wurde 1947 aus der Zwangsarbeit in der Sowjetunion (Ukraine) nach Deutschland entlassen, beendete seine Schulbildung an der Evangelischen Kirchlichen Lehroberschule in Michaelbach an der Bielz und wurde dann am Pädagogischen Institut in Stuttgart zum Volksschullehrer ausgebildet.
Nach zwei Jahren Schuldienst an einer drei- und einer einklassigen Schule in Baden-Württemberg studierte er in Tübingen, Berlin und München Pädagogik und Philosophie und promovierte 1959. Von 1959 bis 1962 war Möckel Assistent am Seminar zur Ausbildung von Hilfsschullehrern in Stuttgart/Tübingen, ab 1963 Dozent und Professor an der Pädagogischen Hochschule (PH) Reutlingen und ab 1967 Direktor des Instituts für Sonderpädagogik der PH. Ab 1976 war er Professor für Sonderpädagogik (Lernbehindertenpädagogik) in Würzburg, seit 1992 ist er emeritiert.
Von 1969 bis 1973 gehörte Möckel der Kommission Sonderpädagogik des Deutschen Bildungsrates an. Seine Schwerpunkte sind die Geschichte der Heilpädagogik, das Problem der Integration behinderter Kinder in allgemeinen Schulen, der Schriftspracherwerb unter er-schwerten Bedingungen und die Lese-Schreibschwäche.
Andreas Möckel ist verheiratet; Er hat drei erwachsene Töchter und zwei Enkelkinder.
Main-Post Würzburg vom 15.10.2006 18:24
Fundiertes Wissen über Legasthenie
Würzburg (tap) Johann Wilhelm Klein, so hieß der Begründer der ersten deutschsprachigen Blindenschule in Wien. An ihn erinnert die Johann Wilhelm Klein-Akademie, die in diesem Sommer in Würzburg gegründet wurde. Die Einrichtung bietet die deutschlandweit erste interdisziplinäre Fortbildung zur Lese- und Rechtschreibschwäche an, die vom Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) zertifiziert wurde und zum Erwerb des Titels "Dyslexietherapeut" berechtigt.
Die Idee für die Akademie hatte Dr. Wolfgang Drave, stellvertretender Schulleiter im Würzburger Blindeninstitut. Mehrere sonderpädagogisch tätige Institutionen aus allen Teilen Deutschlands taten sich auf seine Initiative hin zur Gründung der Akademie zusammen.
Dass die Akademie das Thema Legasthenie zum derzeitigen Schwerpunkt hat, liegt an der persönlichen Bekanntschaft des Sonderpädagogen Drave mit dem emeritierten Sonderpädagogikprofessor Dr. Andreas Möckel. Der ehemalige Inhaber des Lehrstuhls für Lernbehindertenpädagogik an der Uni Würzburg suchte nach dem "Legasthenie-Erlass" des Freistaats vor mehreren Jahren einen Partner, um eine interdisziplinäre Fortbildung zum Thema Lese- und Rechtschreibschwäche zu entwickeln. Im Jahr 2000 wurde der erste Kurs für unterfränkische Lehrerinnen und Lehrer in dem von Drave geleiteten Verein "bentheim bildung" angeboten.
Nach der Zertifizierung des Kurses am 16. Dezember 2005 wollten Drave und Möckel die Fortbildung deutschlandweit anbieten, daher suchten sie Interessenten für die Gründung einer Akademie. Seit dem 6. September läuft die erste Legasthenie-Fortbildung, die von der Akademie getragen wird. Die 30 Kursplätze waren sofort belegt, zwölf Interessenten aus ganz Deutschland stehen derzeit auf der Warteliste.
Wer das komplette Kursprogramm durchläuft, kann den Titel "Dyslexietherapeut" erwerben. Diesen Titel ließ sich der Bundesverband Legasthenie rechtlich schützen. Hintergrund der BVL-Initiative ist, dass der "Fördermarkt" für Legastheniker immer undurchschaubarer wird, wobei es bis dato weder einen Ausbildungsberuf "Legasthenietherapeut" noch den Schutz eines solchen Berufsbildes gab.
Von den 30 Teilnehmern des neuen Kurses sind laut Drave etwa die Hälfte Lehrer. Die andere Hälfte bestehet aus Logopäden, Ergotherapeuten und Psychologen. Vor allem die selbstständig tätigen Kursteilnehmer seien interessiert daran, den Titel "Dyslexietherapeut" zu erwerben. Im Februar wurde dem deutschlandweit ersten Dyslexietherapeuten von Drave das Zeugnis in die Hand gedrückt. Aktuell sind es neun Kursteilnehmer, die den Titel erworben haben. Bis zum Jahresende wird die Akademie rund 20 Dyslexietherapeuten ausgebildet haben. |
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