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LRS-Kurs - weitere Einzelheiten zu Kursinhalten, Abschlussprüfung und Zertifikat

* Die Kursinhalte werden in einzelnen Blockveranstaltungen (an Wochenenden) oder auf verschiedene Blöcke verteilt behandelt. Einige der ReferentInnen berühren mehrere Teilgebiete, wie Ursachen der LRS und Diagnostik oder Diagnostik und Förderung; und einige Themen werden von verschiedenen Referenten aus ihrem wissenschaftlichen Blickwinkel vorgetragen. Die angegebenen Stunden sind Hinweise für die Gewichtung nach den Erfahrungen der ersten Kurse. Änderungen bleiben vorbehalten, unter anderem auch, um den Wünschen der Teilnehmer entgegen kommen zu können. Die Vorträge sind mit Aussprachen verbunden.

* Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, im Laufe des Kurses, sofern sie im Einzel-, Gruppen- oder Klassenunterricht auffällige Kinder fördern oder fördern wollen, in Arbeitsgruppen zu berichten. Inhalt der Berichte sollen die Schwierigkeiten der Kinderund offene Fragen der Förderung sein. Die Gruppenarbeit dient unter anderem auch dazu, den Stil der Einzelfallbesprechung (Kinderkonferenz) zu praktizieren, in der Probleme eines Kindes und seiner Förderungim Mittelpunkt stehen und ausführlich, unter vielen Aspekten, diskutiert werden. Dieses in der Psychiatrie und in der Psychologie übliche Verfahren hat sich im ersten Kurs als erfolgreich erwiesen, um theoretische und praktische Fragen der Lese-Schreibschwäche eng zu verbinden. Von den TeilnehmerInnen wird erwartet, dass sie lediglich ein Fallbeispiel vorstellen, das sie dann während des Kurses weiter verfolgen und bis zum Abschluss in einem kurzen schriftlichen Bericht dokumentieren. Die auf diese Weise entstehenden Tagebücher werden gesammelt und den Teilnehmern zur Verfügung gestellt.
Die TutorInnen der Fallbesprechungen:
* Norbert Gockner, Schulpsychologe Dinkelsbühl
* Barbara Lorenz, Sonderschulrektorin Bad Windsheim
Die Vitä der TutorInnen finden Sie Linksymbol unter "Referenten"
* An Hand des Fallberichtes soll auch das Schlusskolloquium in Kleingruppen stattfinden.
* Jede(r) Teilnehmer(in) sollte an einem Vor- oder Nachmittag nach Absprache in einer Förderstelle eigener Wahl hospitieren.
* Das Abschlusszertifikat wird von einem Vertreter der Schuladministration mit unterschrieben. Es bestätigt die Teilnahme, führt die tatsächlich behandelten Themen des Kurses, die Hospitation, den Fallbericht und das Kolloquium auf. Es enthält keine Bewertung.

Literaturempfehlungen:
Sie erhalten zu Beginn des „Interdisziplinären Kurses LRS“ das Buch "Lese-Schreibschwäche. Vorbeugen, Erkennen, Helfen" mit Beiträgen von 17 Autoren, hrsg. von A. Möckel, E. Breitenbach, W. Drave, H. Ebert. (edition bentheim) Würzburg 2004.
Wir verzichten auf eine ausführliche Literaturliste und weisen Sie auf die in diesem Buch angegebene Literatur hin, die sich am Ende jedes Beitrags befindet. Die Beiträge sind im Umkreis des Interdisziplinären Kurses LRS entstanden. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf der psychologisch-pädagogischen Problematik der LRS. Wer sich für die entsprechenden Themen im Kurs vorbereiten will, findet hier Einführungen von einigen Referenten und Referentinnen des Kurses selbst. Die Einführung in das Problem der Legasthenie unter Berücksichtigung der medizinischen Sichtweise ist in dieser Sammlung in den Artikeln Erwin Breitenbachs und Waltraud Lehmann-Breuers enthalten, aber wir möchten Sie zur Ergänzung auf zwei allgemeine Einführungen und auf eine in die Phonetik des Deutschen aufmerksam machen.
* Warnke, A., Hemminger, U., Roth, E., Schneck, St. (Hrsg.): Legasthenie. Leitfaden für die Praxis. Begriff – Erklärung – Diagnose – Behandlung – Begutachtung. (Hogrefe Verlag) Göttingen 2002.
* Küspert, P: Neue Strategien gegen Legasthenie: Erkennen, Vorbeugen, Behandeln. Für Kinder mit Lese- und Rechtschreib-Schwäche. (Oberstebrink Verlag) Ratingen 2001.
* Storch, G.: Phonetik des Deutschen für sprachtherapeutische Berufe. Mit Übungen zur phonetischen Transkription. Günther Storch Verlag Stockach 2002.
* Klicpera, Chr. u. a.: Legasthenie. Modelle, Diagnose, Therapie und Förderung. (Reinhardt Verlag) München 2003.
Professor Andreas Warnke ist Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Würzburg, Frau Dr. Küspert langjährige Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Psychologie Professor Wolfgang Schneiders, ebenfalls Würzburg. Beide sind am Interdisziplinären Kurs LRS beteiligt, Frau Küspert leitet auch die fakultative Supervisionsphase (Kurs II), die an den Kurs anschließt. Die Kenntnis der Phonetik des Deutschen ist eine der Grundvoraussetzungen zum Verständnis aller Theorien, welche die verschiedenen, sich zum Teil widersprechenden Ansätze der Forschung integrieren wollen.
Es steht Ihnen während des Fortbildungskurses eine kleine, aber aktuelle Kurs-Bibliothek zur Verfügung, die laufend ergänzt wird. Bitte suchen Sie die Bücher, die Ihnen für Ihre speziellen Unterrichts- oder Förderunterrichtsprobleme geeignet erscheinen. Die Leihdauer beträgt vier Wochen und kann verlängert werden, sofern keine Vormerkung (von anderen KursteilnehmerInnen) vorliegt.

Weiter verweisen wir auf eine neue Veröffentlichung in der edition bentheim zum LRS-Thema:
Legasthenie und Lese-Rechtschreibschwierigkeiten. Fallgeschichten aus der Praxis
Wolfgang Lenhard, Petra Küspert (Hrsg.)
2009, 167 S., geb., 22,50 €; ISBN 978-3-934471-81-8
Die in diesem Buch dargestellten Fälle zeigen auf, wie eine Therapie von Lese-Rechtschreibproblemen in der Praxis konkret aussehen kann, welche Schwierigkeiten sich ergeben und welche Erfolgschancen bestehen. Alle Darstellungen wurden von engagierten LRS-Therapeuten und -Therapeutinnen oder von besonders geschulten Lehrkräften verfasst, die einen realen Therapieverlauf in Form einer Fallgeschichte aufbereitet haben. Anders als in Lehrbüchern, wo der idealtypische Verlauf einer Therapie im Vordergrund steht, geben gerade jene Fälle, bei denen nicht alles reibungslos abläuft, einen wesentlich realistischeren Einblick in die tatsächliche Problematik, und sind deshalb besonders spannend.


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