Dyslexietherapeut nach BVL
Interdisziplinärer Fortbildungskurs zur Lese-Rechtschreibschwäche / Dyslexie Grundlagen- und Theoriekurs
Inhalte
Der Kurs richtet sich an LehrerInnen, deren SchülerInnen konkrete Probleme im Schriftspracherwerb haben, aber auch an alle PsychologInnen, TherapeutInnen und LogopädInnen, die sich mit der Problematik der LRS beschäftigen.
Im ersten Teil des Ausbildungsganges werden die psychologischen, pädagogischen und medizinischen Grundlagen zum Themenkomplexen Dyslexie vermittelt. Er besteht aus 44 Unterrichtseinheiten, die auf drei Wochenenden verteilt sind.
Der zweite Teil des Kurses will besonders die Fehleranalyse und die Fehlerinterpretation sowie der LRS vorbeugende und den Schriftspracherwerb begleitende Fördermaßnahmen in den Mittelpunkt stellen.
Die Johann Wilhelm Klein-Akademie arbeitet in dieser Fortbildung eng zusammen mit der Universität Würzburg und der Humboldt-Universität zu Berlin. Am Fortbildungskurs beteiligen sich namhafte ReferentInnen aus dem Legastheniebereich wie Ute Andresen, Prof. Dr. Christian von Deuster, Prof. Dr. Tiemo Grimm, Dr. Petra Küspert, Prof. Dr. Andreas Warnke und Dr. Jutta Weber.
 
Ziele
  • Vermittlung von berufsrelevanten Kompetenzen im Umgang mit lese-rechtschreibschwachen Kindern, besonders hinsichtlich des Zusammenhangs von Lernschwierigkeiten und "unauffälligen Verhaltensauffälligkeiten"
  • Anleitung zu teilnehmender Beobachtung
  • Einübung in die Analyse von Verlesungen und Verschreibungen
  • Vorstellung praktischer und zugleich theoretisch begründeter Verfahren zur Unterstützung des Schriftspracherwerbs
  • Vermittlung von Beratungskompetenz im Umgang mit Eltern und anderen Angehörigen
Schwerpunkte
  • Schriftspracherwerb in der Grundschule
  • Lese-Schreibschwierigkeiten und ihre Erkennung
  • Verfahren im Schriftspracherwerb der Grundschule
  • Pädagogisch-psychologische Diagnostik der LRS
  • Fördermaßnahmen
  • Methoden und Ergebnisse der psychologischen LRS-Forschung
  • Methoden und Ergebnisse der medizinischen LRS-Forschung
  • Grundbegriffe der Linguistik
  • Schulrecht, Jugendhilfe und Beratung
  • Tiefenpsychologische Aspekte bei LRS
Literaturhinweis
 Andreas Möckel, Erwin Breitenbach, Wolfgang Drave, Harald Ebert (Hrsg.):
Lese-Schreibschwäche. Vorbeugen, Erkennen, Helfen 
Das Unterrichten von durchschnittlich begabten Kindern mit Lernschwierigkeiten im Schriftspracherwerb stellt erhebliche Anforderungen an jede Lehrerin / jeden Lehrer. Es liegen inzwischen aber genügend Ansätze und praktische Hilfsmittel vor, die Lehrerinnen und Lehrer zum Vorteil für den Unterricht im Schriftspracherwerb für gefährdete Kinder nützen können. Das hier vorliegende Buch will die vorhandenen Ansätze LehrerInnen, PsychologInnen, ErzieherInnen, Eltern zur Verfügung stellen. In vier Kapiteln wird dargestellt, wie Prävention möglich ist, wie die Früherkennung und Diagnostik notwendig ist und wie Förderung statt finden soll. Die Herausgeber sind zugleich Initiatoren und Moderatoren eines einjährigen Interdisziplinären Fortbildungskurses „Lese- Rechtschreibschwäche“ für Grund- und Sonderschullehrerinnen und -lehrer: