W20
Mit allen Sinnen lernen
Eine gute Wahrnehmung und Verarbeitung von Sinneseindrücken über die Sinnesorgane (Auge, Ohr, Haut…) sind eine wichtige Voraussetzung für alltägliche Handlungen. Wahrnehmungsstörungen haben einen starken Einfluss auf z.B. Feinmotorik, Gleichgewicht oder Selbsteinschätzung. Der „Input“ steuert den „Output“: Das Verhalten „unserer Kinder“ resultiert letztendlich aus ihrer Fähigkeit, Sinnesinformationen zu verarbeiten und darauf zu reagieren. Gerade bei Kindern mit Sehbeeinträchtigungen spielt dies eine wichtige Rolle. Sie erfahren an diesem Nachmittag, warum vielfältige Bewegungs- und Sinneserfahrungen für die Entwicklung von Geschicklichkeit und Kraftdosierung sowie eine gute Interaktion mit der Umwelt so wichtig sind.
In der Fortbildung werden Ihnen theoretische Grundlagen über die Sensorische Integration, die Möglichkeiten und Grenzen der Förderung sowie die Auswirkungen von Wahrnehmungsstörungen auf den Alltag des Kindes vermittelt. Sie dürfen selbst erfahren, wie es sich anfühlt, z.B. mit einer visuellen Einschränkung zu balancieren oder mit Einschränkungen im taktilen Bereich kleine Gegenstände zu ergreifen. Sie werden mehr Verständnis für manche Verhaltensweisen der Kinder erhalten und in der Lage sein, ihnen durch gezielte Hilfestellungen den Alltag zu erleichtern.
Nach der Pause haben Sie die Möglichkeit, Beispiele aus Ihrem Berufsleben vorzustellen und zu besprechen. Wechsel zwischen Theorie, Selbsterfahrung und Fallbesprechungen.
Kursleitung: Nicole Fiedler, Staatlich geprüfte Ergotherapeutin; Ulrike Marten-Öchsner, Staatlich geprüfte Ergotherapeutin in eigener Praxis
Termin: Freitag, 12.05.17, 14:00 – 18:30 Uhr
Dauer: 4,5 Stunden
Ort: Blindeninstitutsstiftung Würzburg, Haus 5
Anmeldeschluss: 07.04.17