Kurse 2.1, 2.3, 2.4, 2.5
Weiterbildung zum Frühförderer und zur Frühförderin für blinde und sehbehinderte Kinder Modul 2 Nürnberg 2017

Kurse 2.1, 2.5, 2.4, 2.3

Modul 2
Familie mit einem besonderen Kind

KURS 2.1 Einführung in die besondere Problematik
Die Stärkung familiärer Ressourcen stellt die Hauptaufgabe jeglicher Frühförderung dar. Frühförderung kann nur erfolgreich sein, wenn es gelingt, die Eltern in ihren Kompetenzen so zu stärken, dass sie die Erziehung ihres blinden oder sehbehinderten Kindes eigenverantwortlich übernehmen können.
In dem Kurs sollen Kenntnisse aus der psychologischen und soziologischen Familienforschung vermittelt werden, die Einblicke in die Möglichkeiten einer adäquaten Unterstützung des familiären Systems liefern. Dazu gehören Kenntnisse über die emotionalen und erzieherischen Belastungen von Eltern nach der Geburt eines blinden oder sehbehinderten Kindes. Wie lassen sich diese Belastungen  erkennen und welche Möglichkeiten gibt es, den Bewältigungs- und Adaptationsprozess der Eltern positiv zu beeinflussen? Die Geburt eines blinden oder sehbehinderten Kindes kann negative Auswirkungen auf das partnerschaftliche Verhältnis der Eltern zueinander und auf die gesamte Familie haben. Es sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie das Familienklima und die Familienfunktionen durch die Frühförderung unterstützt werden können.
Den Kursteilnehmern sollen neben theoretischem Hintergrundwissen praktische Hinweise zur Unterstützung der Familie und ihres direkten sozialen Umfeldes gegeben werden.  
Kursort bbs Nürnberg
Termin 29. und 30.05.17  Mo 14.00-17.30 Uhr +Di 09.00-17.30 Uhr (12 UE)
Referent Dr. Matthias Paul Krause, Bonn
Teilnehmerzahl maximal 20 Personen
          
Teilnahmebeitrag  € 162

KURS 2.5
Förderung von Familien mit Migrationshintergrund       
 
Kursort - bbs Nürnberg  
Termin . Mi 31.05.2017  09.00-13.00 Uhr (4 UE)  
Referent  Frau Gabriele Feigl  
Teilnehmerzahl max 20  
Kursgebühren - 54 €  
   
                                              
KURS 2.4
Frühförderung in ausländischen oder sozial benachteiligten Familien
In dem „Idealmodell“ von Frühförderung sollen Eltern unter fachlicher Beratung und Anleitung eine förderliche Umwelt für ihr behindertes Kind schaffen und eventuell „gezielte Förderung“ mit übernehmen.
Dieses Modell findet seine objektive Grenze da, wo Eltern aufgrund von sozialen Belastungen nicht in der Lage sind, gut Sorge zu tragen für ihr Kind. Dieser Tatbestand macht eine Erweiterung der fachlichen Perspektive und Zielsetzung von Frühförderung, eine stärkere Zentrierung auf die Alltagsnöte der Familien notwendig.
In dem Kurs sollen zunächst typische Lebensbedingungen, Nöte und Bedürfnisse benachteiligter- und spezielle Probleme ausländischer Familien, insbesondere unter den Randbedingungen von Armut und sozialer Ausgrenzung dargestellt werden.
Gleichzeitig soll der Blick auf die Ressourcen, die Kompetenzen und die bisherigen Problemlösungsstrategien dieser Familie gerichtet werden.
Möglichkeiten der Stärkung von Eigenaktivität, Selbstgestaltung und der Netzwerkförderung sollen diskutiert werden.
Schließlich werden konkrete Hilfestellung zur Sicherung der medizinischen Versorgung des Kindes, Hilfestellungen im bürokratischen Bereich sowie Möglichkeiten der Entlastung, sozialen Unterstützung und der Koordination möglicher Familienhilfen vorgestellt.

Kursort Nürnberg
Termin: Mi 31.05.17  (4 UE) 14.00-17.00 Uhr
Referent Prof. Dr. Hans Weiß
Teilnehmerzahl maximal 20 Personen
Anmeldeschluss
Teilnahmebeitrag: 54 €

KURS 2.3.
Frühförderung im familiären Setting (8UE)

Der Hausbesuch gehört zu den Grundmerkmalen einer pädagogische akzentuierten Frühförderung. Gleichzeitig stellt diese Arbeitsform zusätzliche Anforderungen an die soziale Kompetenz der Frühförderin. In dem Kurs werden zunächst historische und sachliche Gründe für die Wahl dieser Arbeitsform beleuchtet.
Notwendige Vereinbarungen über den äußeren Rahmen der Förderstunden und die Rollen aller der Förderung beteiligten Person sollen gemeinsam erarbeitet werden.
Berufsspezifische Schwerpunkte bei der Ausgestaltung der Hausbesuche sowei Fragen ihrer Strukturierung, Nachbereitung und Protikolierung werden angesprochen.
Schließlich sollen Möglichkeiten und Grenzen der Anbindung von Frühförderangeboten an den Alltag der Familie diskutiert werden.
Kursort: Nürnberg
Termin: Do 01.06.2017 09.00-17.30 Uhr (8UE)
Referentin: Gabi Feigl
Teilnehmerzahl: max 20 Personen
Teilnahmegebühr: 108 €