Kurse 1.1, 1.2 und 1.3
Weiterbildung zum Frühförderer und zur Frühförderin für blinde und sehbehinderte Kinder Modul 1 Marburg 2017

Kurse 1.1, 1.2 und 1.3

KURS 1.1
Konzepte der Frühförderung
Diese Fortbildung dient der Einführung in die Weiterbildung zum Frühförderer und zur Frühförderin für blinde und sehbehinderte Kinder. Deshalb wird am Anfang ein kurzer Überblick über die verschiedenen Module des Curriculums und ihrer inhaltlichen Bezüge gegeben.
Danach werden verschiedene Konzepte zur Frühförderung von Kindern mit einer Behinderung dargestellt. Es sollen Kriterien erarbeitet werden, anhand derer sich Anspruch und Zielsetzung der Konzepte kritisch bewerten lassen.
Weiterhin werden die historischen Veränderungen in der Zielsetzung von Frühförderung dargestellt, z. B. von einer eher defizitorientierten zu einer eher adaptiv- kompensatorischen Vorgehensweise in der Entwicklungsförderung - vom Laien- und Co-Therapeuten - zu einem Kooperationsmodell.
Frühförderung bedeutet für das sehgeschädigte Kind nicht nur Förderung von Entwicklungsfertigkeiten zur Vermeidung von Entwicklungsverzögerungen, sondern auch Abbau möglicher Verhaltensprobleme. Frühförderung dient dem emotionalen Wohlbefinden und der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Das Hauptziel von Frühförderung sehgeschädigter Kinder besteht nicht in der Anpassung an die Normwerte sehender Kinder, sondern in der Förderung des besonderen Entwicklungsweges blinder und sehbehinderter Kinder.
   
Kursort Marburg, Deutsche Blindenstudienanstalt e.V.
Termin 15.02.1017, 10:00 – 18:00 Uhr
Referent Frank Laemers (Päd. Hochschule Heidelberg)
Teilnehmerzahl maximal 20 Personen
Anmeldeschluss  02.01.2017
Teilnahmebeitrag  € 100,-
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KURS 1.2
Lebensperspektiven: Rehabilitation, Schule und Beruf
Eltern blinder und sehbehinderter Klein- und Vorschulkinder können sich häufig nicht vorstellen, wie der weitere Lebensweg ihrer Kinder aussehen könnte. Um Eltern in diesen Fragen beraten zu können, sollen Frühförderer Kenntnisse über schulische, rehabilitative, berufliche und soziale Perspektiven der Kinder durch dieses Seminar erhalten.
Dazu gehört grundlegendes Wissen über mögliche Formen der Beschulung (Integration und Segregation) sowie Informationen über die wesentlichen Kommunikationstechniken und -technologien (von der Schreibtafel zum PC).
Weitere Themenbereiche sind die Perspektiven der sozialen und medizinischen Rehabilitation (LPF und O&M), d. h. Wissen um Inhalte, Methoden und Ziele einer Schulung im Kinder-, Jugend- und Erwachsenenalter.
Die Darstellung der Chancen der beruflichen Bildung im freien Markt und in spezifischen berufsbildenden Einrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen sowie die Darstellung von Lebensperspektiven für mehrfach behinderte Kinder schließen dieses Seminar ab.
Kursort Marburg, Deutsche Blindenstudienanstalt e.V.
Termin 16.02.2017,  9:00 – 17:15 Uhr
Referenten Frank Laemers (Päd. Hochschule Heidelberg), Uwe Klose (Rehabilitationslehrer EDV) Marburg, Dorothee Lemke (Rehabilitationslehrerin) Marburg, Dr. jur. Michael Richter (Rechtsanwalt – RBM ), Marburg
Teilnehmerzahl maximal 20 Personen
Anmeldeschluss 02.01.2017
Teilnahmebeitrag 100,00 €             
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KURS 1.3
Sozialrechtliche Grundlagen
Mitarbeiter in der Frühförderung sind für die Eltern Ansprechpartner mit beratender Funktion. Eltern kennen sich im Dschungel der sozialrechtlichen Bestimmungen nicht aus und erwarten von den Fachkräften eine kompetente Unterstützung, um zu erfahren, welche Ansprüche gesetzlich geregelt sind und welcher Leistungsträger zuständig ist. Vor dem Hintergrund der vielfältigen sozialgesetzlichen Bestimmungen bedarf es einer fachlich qualifizierten Präzisierung, welche Bestimmungen im Rahmen der Frühförderung bzw. der Beratung von Eltern, von besonderer Bedeutung sind.
In diesem Kurs werden nach einem einführenden Überblick zum System der sozialen Sicherung u.a. folgende Themen und Aspekte behandelt:
Allgemeines zur Systematik in der Sozialgesetzgebung SGB IX (Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen), z. B. Schwerbehindertenausweis, Blindengeld/Sehbehindertengeld,
Leistungen nach dem SBG XII (Sozialhilfe), insbesondere Eingliederungshilferecht nach § 53 ff und dem SGB VIII (Kinder und Jugendhilfe), z. B. Erziehungshilfen und familienentlastende Dienste)
Vorschriften und Leistungen im Falle der Pflegebedürftigkeit nach dem SGB XI (soziale Pflegeversicherung)
Versorgung mit Hilfsmitteln im Alltag nach SGB V (gesetzliche Krankenversicherung)
Anspruch auf Frühförderung, persönliches Budget, Erb- und Baurecht. 
 
Kursort Marburg, Deutsche Blindenstudienanstalt e.V.
Termin 17.02.2017, 9:00 – 17:15 Uhr
Referent Dr. jur. Michael Richter (Rechtsanwalt - RBM), Marburg
Teilnehmerzahl maximal 20 Personen
Anmeldeschluss 02.01.2017
Teilnahmebeitrag € 100,-
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