Modul 10.1 und 10.2
Weiterbildung zum Frühförderer und zur Frühförderin für blinde und sehbehinderte Kinder München 02
Modul 10.1 Entwicklungsdiagnostik und Förderplanung
Die Entwicklungsdiagnostik bildet die Grundlage für eine umfassende und differenzierte Einschätzung des Entwicklungsstandes der geförderten Kinder. Daraus aufbauend lässt sich eine gezielte Planung der Entwicklungsförderung der Kinder bei den einzelnen Frühförderbesuchen ableiten und die Entwicklungsfortschritte der Kinder im Frühförderprozess dokumentieren.
Entwicklungsdiagnostik beinhaltet das Sammeln und Bewerten aller Informationen über das zu fördernde Kind. Dazu gehören:
Alltägliche und strukturierte Beobachtungen während der Frühförderbesuche; Gespräche mit den Eltern über die Entwicklungsfortschritte ihres Kindes; gelegentliche Videoaufnahmen zur genauen Analyse des Verhaltens der Kinder.
Allgemeine Entwicklungstests für sehende Kinder, (z.B. Münchener Funktionelle Entwicklungsdiagnostik, Entwicklungstest für Kinder von 6 Monaten bis 6 Jahre, usw.). Es wird in dem Kurs diskutiert, ob und in welchem Umfang diese Verfahren für die Beurteilung von Kindern mit Blindheit und Sehbehinderung geeignet sind.
Spezifische Verfahren zur Entwicklungsbeobachtung blinder Kinder (z.B. Bielefelder Beobachtungsbögen, Oregon Project).Der Kurs dient neben dem Kennenlernen entwicklungsdiagnostischer Methoden auch zur Erstellung eines Förderplanes wie er für das Abschlusskolloquium verlangt wird.

Kursort: München, Blindeninstitut, Romanstr. 12, 80639 München
Termin: 29.01.2017 (von 14:00 bis 17:30 Uhr ) und
            30.01.2017 (09:00 bis 17:30 Uhr)
Stundenumfang: 12 Unterrichtsstunden (UE)
Referentin: Simone Prantl (Dipl.-Psych.), Marina Strothmann, Dipl.-Psych. München
Teilnehmerzahl: maximal 20 Personen
Anmeldeschluss: 16.12.2016
Teilnahmebeitrag: 150,00 €
Modul 10.2 Professionelle Methoden der Reflexion für den beruflichen Alltag
Der Kurs richtet sich an Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die über praktische Erfahrungen in der Frühförderung verfügen und dient der Reflexion des beruflichen Alltags. In der Gruppe sollen positive, aber auch belastende Erfahrungen über das pädagogische Handeln mit dem Kind, mit der Beziehung zu den Eltern, dem sozialen Umfeld und den interdisziplinären Kontakten ausgetauscht werden. Dabei soll nicht der Leistungs-, sondern der Gefühlsaspekt, z. B. erfreuliche oder enttäuschende Erfahrungen und Erlebnisse der Frühfördertätigkeit, im Mittelpunkt stehen. Die Wechselwirkungen zwischen den eigenen Persönlichkeitsmerkmalen, Einstellungen,  Erwartungshaltungen und dem Frühfördergeschehen und den beteiligten Personen vor allem den Eltern  sollen transparent und erfassbar gemacht werden.

Kursort: München, Blindeninstitut, Romanstr. 12, 80639 München
Termin: 31.01.-02.02.2017 (von 09:00 bis 17:30 Uhr ) und 03.02.2017 (09:00 bis 12:30 Uhr)
Stundenumfang: 28 Unterrichtsstunden
Referentin: Gundula Langenecker, Psychotherapeutin, Graz
Teilnehmerzahl: maximal 20 Personen
Anmeldeschluss: 16.12.2016
Teilnahmebeitrag: 350,00 €